Die berühmten i-Tüpfelchen

Von Knöpfen und anderen Katastrophen

Die Jacke, Weste oder der Janker ist fertig und jetzt steht eine entscheidende Wahl bevor: Wie soll der Verschluss sein, welche Knöpfe kaufe ich, soll ich mal einen Reißverschluss versuchen? Immer wieder muss man feststellen, dass mit dieser Wahl ein schönes Strickteil gründlich verdorben werden kann. Oder aber eine klassische Variante mit dem besonderen Knopf zu einem modernen, ganz aussergewöhnlichen Kleidungsstück wird.

Aus diesen Gründen hab ich mir ein Knopfdepot zugelegt. Immer, wenn ich schöne Knüpfe sehe, kauf ich sie auf Vorrat. Oft finde ich dann die Wolle, die zum Knopf passt und der Knopf ist dann die Grundlage für das Design eines neuen Projektes. Auch so kann es manchmal gehen.

Auf alle Fälle sind schöne Knöpfe ein wahrer Schatz und man kann nicht genug davon haben……

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Bestellungen für Weihnachten

Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Wollsüchtigen so ist, zwei Monate vor Weihnachten. Bei mir gehen dann schon die ersten Bestellungen meiner Kinder ein, was ich ihnen noch stricken könnte zum Fest. Wobei das nicht ohne Murren zu bewerkstelligen ist, da ich natürlich nicht alle Wünsche erfüllen kann. So ist immer jemand anderes dran mit einem großen Teil und die restlichen bekommen meist „nur“ eine Mütze oder Socken.

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Tücher sind auch sehr begehrt! Und mit einer „spannenden“ Anleitung stricken sie sich fast von selbst. Meist baue ich verkürzte Reihen ein, damit sich das Tuch schön anschmiegt und nicht zu dick aufträgt. Das wichtigste beim Stricken von Tüchern ist allerdings, dass die Maschenzahl wieder abnimmt und es nicht immer noch mehr und noch mehr Maschen werden. Es gibt Anleitungen bei denen beginnt man mit fünf Maschen und bei 300 ist immer noch nicht Schluss. Das ist doch extrem frustrierend! Bei meinen Dreieckstüchern steigert sich die Maschenzahl zuerst und dann werden es ab der Hälfte immer weniger Maschen und man kommt immer schneller voran und der Endspurt ist eine wahre Freude…..

Die Wollauswahl für alle Halsschmeichler ist natürlich das A und O. Weich, weicher, am weichsten würde ich sagen. Kaschmir, auch nur in kleinen Anteilen mit Merinowolle gemischt ist so ein Kandidat. Oder auch Merinowolle aus Patagonien, die wirklich noch ein ganzes Stück zarter ist als solche aus unseren Breitengraden. Rosy Green zum Beispiel bietet patagonische Bio-Merinowolle in schönen Farben.

Gute Erfahrungen habe ich auch mit Sockenwolle von Manos del Uruguay gemacht. Da ist auch die Farbauswahl beeindruckend. Und das Projekt unterstützt die Frauen, die die Wolle färben, dabei ihre Existenz zu sichern.

Schaut doch mal rein….

Rosy Green Wolle

Manos del Uruguay

Strickausflug ins Kaisertal

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Da wir, meine Strickdamen und ich, gerne in den Bergen unterwegs sind, haben wir im Strickurs beschlossen, ein ganzes Wochenende unseren liebsten Freizeitbeschäftigungen nachzugehen. Nach kurzem Abwägen entschlossen wir uns im Kaisertal auf dem Veitenhof unser Basislager aufzuschlagen. Inge übernahm dankenswerterweise die Organisation und die wichtigste Frage war: Welches Strickzeug nehme ich mit und wie viel Wolle geht in den Rucksack? Nach kurzem Anmarsch über die Treppen ist der Weg nicht weit zum Veitenhof und auf der Sonnentrasse beim ersten Zwischenstopp wurde sofort das Strickzeug gezückt. Da aber Kaiserwetter herrschte, wollten wir natürlich gerne noch ein bisschen wandern und da Elfi ihren Autoschlüssel verloren hatte war auch klar, dass die Antoniuskapelle das Ziel sein musste (der hl. Antonius hilft verlorene Dinge wiederzufinden).

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Am nahegelegenen Hinterkaiserhof wurde der zweite Strickstopp eingelegt und wir genossen die nachmittäglichen Sonnenstrahlen. Ein kalter Wind allerdings und aufkommende Wolken gemahnten zur Rückkehr ins Basislager.

Ein lustiger Abend mit viel wolligen Anekdoten und Geschichten aus der ganzen Welt (gelesen von Inge) endete gegen Mitternacht. Am frühen Morgen (vor dem Frühstück wurde schon wieder gestrickt) und einem gemütlichen Festschmaus,

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zogen wir wieder los und wanderten gut vier Stunden bei strahlendem Sonnenschein durchs Kaisertal und genossen die grandiose Kulisse in vollen Zügen. Natürlich kehrten wir noch in den Pfandlhof ein und am späten Nachmittag machten wir uns etwas wehmütig auf den Heimweg.

Ein rundum gelungenes Wochenende mit meinen fleißigen, lustigen, philosophischen, kreativen, bergbegeisterten Strick- und jetzt auch Wanderkameradinnen geht zu Ende und ruft laut nach einer Wiederholung.

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Schee war´s! Und wieder einmal wurde der Beweis geführt: Ohne Stricken wäre das Leben nur halb so schön!

 

Hüttenschuhe für verfrorene Zwerge

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Warme Hüttenschuhe waren der Wunsch vieler meiner Strickdamen und das sind sie nun – eher Hüttenstiefel, aber Hauptsache gemütlich und keine kalte Zehen mehr. Ganz zufrieden bin ich nicht, da das Ergebnis des Filzvorgang nur sehr schwer vorauszusehen und somit auch die Größe nicht eindeutig zu berechnen ist. So kann ich eigentlich keine Anleitung guten Gewissens abgeben. Es ist ein Versuchsballon und auch die Sohle ist noch ein Prototyp. Man müsste einfach groß genug stricken, dann filzen und danach eine Sohle anpassen – und dann warten bis das Kind hineinwächst…..und mit etwas Pech ist dann Sommer! Ich bleib dran und werde noch ein bisschen testen. Vielleicht gelingt ja doch noch eine passable Anleitung.

Werkzeug

Beim Kauf einer neuen Rundstricknadel hatte ich tatsächlich mal wieder ein Aha-Erlebnis! Die Stricknadel mit Lace-Spitze dachte ich, wäre sicher gut geeignet um Zopfmuster und ähnliches ohne Hilfsnadel zu kreuzen und zu verziehen. Dass das aber mit den langen Spitzen so gut geht, war für mich als alter Hase wirklich ein freudiges Erlebnis. Nach kurzem Nachdenken und der Tatsache, dass einige meiner Nadeln sicher schon 20 Jahre in der Stricktasche liegen, hab ich beschlossen: neues Werkzeug muß her! Nun stricke ich mit noch größerem Vergnügen mit spitzer Nadel und ich kann mich des Gefühls nicht erwähren, dass das Gestrickte tatsächlich auch gleichmäßiger und schöner aussieht.

Ausstellung meiner Kursteilnehmer

Einladung Aus den Kursen Kopie

Viele interessierte Besucher haben unsere Ausstellung in der KUNSTschmiede in Brannenburg besucht. Neben den Damen aus den Strickkursen haben auch die Teilnehmer des Kalligraphie- und Zeichenkurses ihre Werke präsentiert. Diese vielseitige und abwechslungsreiche Schau hat viele der Gäste in Erstaunen versetzt. Ein herzliches Danke an alle Teilnehmer und Helfer. Nächstes Jahr gibt es sicher eine Wiederholung…..

Auf der Suche nach Traumwolle

Auf der Suche nach Garn für eine Weste für mein Enkelkind Amelie bin ich auf einen ganz besonderen Wollladen gestoßen. Von außen fast nicht als solcher zu erkennen, ist er innen einer der schönsten, die mir je begegnet sind! Alles, aber auch alles was das Herz einer Wollsüchtigen begehrt, wunderbare Garne, tolle Modelle, schöne Knöpfe und eine Besitzerin, die uns am Spinnrad sitzend mit einem herzlichen Grüß Gott empfängt. Fachkundig zeigt sie uns ihre Schätze und entpuppt sich dabei als wirkliche Wollsachverständige! Ihren kleinen Laden betreibt sie aus Idealismus neben ihrer Arbeit als Erzieherin und bemüht sich zudem Garne von Herstellern zu beziehen, die nachhaltig arbeiten.

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Auf der Suche nach Traumwolle solltet Ihr unbedingt im Wolltraum in Unterwössen vorbeischauen.

Die Wolle hab ich dann am Wochenende gleich verstrickt und Amelie hat die Weste sofort anziehen müssen.

Aus den Resten noch schnell eine Häkelmütze und sie war gerüstet für die Schafskälte im Juni.

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Viele neue Projekte und vom Sommerloch nix zu spüren

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Nach unserem Ausflug nach München zu Wolle und Schönes sind wir mit wunderbaren Garnen zurückgekommen und haben natürlich gleich losgelegt. Ein Sommertop ist am Entstehen und Tücher, Tücher, Tücher……..

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Gaby hat feines Alpacagarn von Zitron für „Shades of Grey“ verwendet und immer zweifädig verstrickt. Dadurch entstanden die schönen Schattierungen. Ein richtiger Hingucker aus Restwolle.

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Annalena hat für ihre Buben mit Hilfe von Mama und Schwiegermama den Sachensucher gestrickt – mit einer schönen Variante an den Bündchen.

Und vom Urlaub an der Ostsee hat sie diese wunderschönen Perlenstulpen mitgebracht – ohne Strickzeug fährt kein Wollsüchtiger in Urlaub!

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