EIN EREIGNISREICHER WINTER

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Wir mussten den frühen Schnee ausnutzen,

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die Zwillinge mussten bestrickt werden,

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kleine Damen ins Cafe ausgeführt werden,

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Mäuse brauchten Anziehsachen

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das Aostatal wollte entdeckt werden,

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wir durften radeln in Ligurien,

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und die neuen Radlhandschuhe zum Aufklappen mussten unbedingt vor dem Frühling fertig werden.

Draußen spitzen die Schneeglöckchen und ich stricke an meiner Frühlingsjacke. Trotzdem hoffe ich auf viel neuen Schnee…..

ALTWEIBERSOMMER

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Wenn die Sonne so schräg steht wie derzeit, sieht man die Spinnfäden der Baldachinspinne besonders gut. Sie webt – althochdeutsch weibt – ihre Netze und der Tau verfängt sich dekorativ darin. Ob der Ausdruck Altweibersommer tatsächlich daher kommt oder ob er den alten Weibern noch ein bisschen Wärme für die müden Knochen schenkt, ist einerlei. Man sollte ihn in vollen Zügen geniessen.

Und vielleicht an die ersten Frostnächte oder Herbststürme denken, die das Radeln ungemütlich machen und schon mal vorsorgen. In die Sonne setzen, die erste Mütze stricken und warme Ohren sind garantiert.

Im Urlaub in Dänemark hab ich diesen Schal entdeckt und wie das immer so ist, keine meiner Mützen hat farblich gepasst. Ausserdem wollte ich mal was Neues ausprobieren und die querliegenden rechten Maschen in eine Mütze einarbeiten, dazwischen eine gehäkelte Borte in blau-weiß. Die besonders weiche Wolle von Rosy Green macht aus dem Strickstück einen Ohrenschmeichler und ich freue mich auf wirbelnde Blätter, Eiskristalle auf den Hagebutten und die splitternde Eisschicht auf den Wasserlacken.

PUNKTLANDUNG ZUM 60ER

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Hosenträger auf Stramin gestickt, mit selbst entworfenen Mustern, passend zu den Strümpfen!

 

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Es hat schon ein paar Stunden gebraucht, bis sie fertig waren, aber es war eine sehr schöne Arbeit! Sticken ist fast so entspannend wie Stricken und nach dem ersten Meter geht’s auch gut voran. Im Endeffekt waren es vom Entwurf bis zum fertig gestickten Träger über 300 Stunden. Dann ging ich auf die Suche nach einem Säckler, der mir die Lederarbeiten macht. Und leider erwies sich das als ein schwieriges Unterfangen, da ich den üblichen Abschluss mit einer Kordel nicht wollte. Nach langer Suche bin ich bei Magdalena Weiss gelandet, eine Sattler- und Feintäschnermeisterin aus Tinning. Sie hat die Träger wunderbar fertig gemacht und dann pünktlich am Geburtstag persönlich vorbeigebracht!

…………..und mein Mann Christoph trägt sie voller Stolz.

YEAH! GESCHAFFT!

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Wadl mit brennender Liab! Auch nach 38 Ehejahren noch zutreffend!

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Sohle mit eingestrickten Initialen.

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Maßgestrickt! Und mal ein neuer, nicht ganz klassischer Umschlag.

Tracht war immer auch modischen Einflüssen unterworfen. Muster wurden übernommen und umgewandelt. Stoffe kamen aus Italien und Tücher aus Asien. Der Handel beeinflusste die Mode und das Neueste wurde freudig aufgegriffen und weiterentwickelt. Bei den Hütern der normierten Tracht, den hiesigen Trachtenvereinen, schmücken Muster aus der Steiermark die Strümpfe und die Farben müssen einheitlich genau der Vorgabe entsprechen. Schade, das die Entdeckerfreude an neuen Mustern hier nicht Einzug hält. Leider sieht man nur sehr vereinzelt die im 18. und 19. Jahrhundert verbreiteten Zwickelstrümpfe oder die Loiferl mit Wabenmustern, die auch dünne Wadl dick erscheinen ließen, so wie es der Mode entsprach.

In einer Sonderausstellung in meinem Lieblingsmuseum Fünf Kontinente in München waren gewebte Bänder aus Lettland zu sehen, die wunderbare grafische Muster zeigten. Diese waren die Inspiration für meinen Umschlag. Die anderen Muster sind die steirischen Klassiker mit Bedeutung, wie die brennende Liab. Sie sind immer wieder ein Strickgenuss und sprechen ihre eigene Sprache.

Ich hoffe, er freut sich an seinem 60. Geburtstag über die neuen, etwas anderen, „Höslstrümpf“.

ES HAT ETWAS GEDAUERT…….

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und jetzt ist sie endlich fertig! Die Patentjacke für meine Tochter Eva. Die Anleitung habe ich nicht selber geschrieben, sie ist im Ursprung von Petitknit. Allerdings habe ich sie völlig verändert. Gut 30 cm länger und Taschen wollte ich.
Das Garn ist von Hillesvag und es ist bei uns nur in Neuötting bei Nordmeerwolle erhältlich. Als ich vom Pelzwollschaf gelesen habe, wollte ich diese besondere Wolle natürlich sofort ausprobieren.
Wenn man ab und zu nach Anleitung arbeitet, kann man viel lernen. Die mitgestrickte Knopfleiste ist ein wunderbares Detail, das ich so sicher nicht gemacht hätte. Also viel gelernt, Jacke passt, Kind glücklich, was will man mehr….

JANKER, KLASSISCH OHNE SCHNICKSCHNACK

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Das ist er! Kraus rechts, was ja nicht sehr spannend ist, trotzdem mit viel Liebe gestrickt. Als Hingucker echte Silberknöpfe – was will Mann mehr. Das Garn ist von den Schafen, die die Landschaftspflege auf der Schwäbischen Alb übernehmen, gewalkt, was sehr angenehm zu stricken ist, und nur von den schwärzesten Schafen, das passt! Schoppel hat mit dieser Walktechnologie mein Strickerinnenherz erobert. Der Faden läuft angenehm leicht über den Finger, das Strickbild ist wunderbar gleichmäßig und das Garn ist kein bisschen kratzig. Wenn dieser Janker genauso lange hält wie der letzte, dann sind wir hier meganachhaltig unterwegs!

Der andere einfache Janker war das erste Strickstück für meinen Mann – da waren wir noch nicht verheiratet – und dieser Janker entstand vor 39 Jahren. Da er durch häufiges Tragen, vor allem in der Werkstatt, im Garten und zum „Hausbankerln“, etwas verschlissen war, habe ich das kaputte Bündchen abgeschnitten und erneuert:

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Grau hatte ich keines mehr, so ist das Bündchen eben blau geworden. Passt auch und jetzt kann er auch den Janker noch zehn Jahre anziehen.

NEUE MÜTZENFORM

In Anlehnung an die usbekische Tubetejka habe ich eine neue Mützenform erfunden, die für jeden und jede kleidsam ist.

Bei vielen Menschen mit grossen Köpfen oder mit eher runden Gesichtern ist die gewöhnliche Form nicht so ideal. Sie brauchen mehr Volumen am Kopf.

Deshalb…..

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meine bayerisch-usbekische Tubetejka. Die Lösung für jeden Kopf!

FINGERHANDSCHUHE – EINE KLEINE FLEISSAUFGABE

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Endlich bin ich dazu gekommen, Fingerhandschuhe zu stricken. Doch kaum waren sie fertig, hat sie mir mein Mann abgeluchst. Sie würden so gut zu seinem neuen Mantel passen. Da sie mir ein bisschen zu groß waren – ich hegte den Gedanken sie noch im Trockner ein wenig zu filzen – hab ich sie ihm natürlich überlassen.

Als Muster hab ich mich an der Roosiminetechnik versucht. Eine Technik aus Estland, die wunderschöne graphische Muster zaubert. Dazu ein Wikkelbraid und ein bisschen Fair Isle.

Richtige Sonntagshandschuhe sind es geworden, ungeeignet zum Holzhacken und Schneeschaufeln. Dazu ist das Merinogarn zu fein und zu empfindlich. Aber warm sind sie und jeder Finger hat sein Bett.

RAGLANO – EINE GENIALE GEBRAUCHSANWEISUNG

In der Strickzeitschrift The Knitter (54/21) hab ich eine wunderbare Formel zum Errechnen eines Raglanpullovers gefunden. Nicola Susen beschreibt anschaulich wie man mit ganz einfachen Rechenschritten zur gewünschten Anleitung für den Raglanpulli kommt. Wir haben es im Strickkurs getestet und alle waren einstimmig begeistert. Es wird anhand des Brustumfangs und der Maschenprobe eine Zahl errechnet, die als Grundeinheit für das ganze Objekt dient. Dann von oben nach unten gestrickt, anfangs in Reihen, später zur Runde geschlossen und nachdem der Rumpf von den Ärmeln getrennt wurde, wird dieser fertig gestellt und die Ärmel separat gearbeitet. Kein Zusammennähen, keine Einzelteile, nur noch den Kragen anstricken, fertig! Die unterschiedlichsten Garne wurden verwendet, Muster eingestrickt und die Raglanschrägen variantenreich betont. Es hat immer geklappt! Und es sind wunderschöne Modelle entstanden.

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Das ist mein erster – ich sitze bereits am zweiten! Und es mach einfach nur Freude!