ES WIRD FRÜHLING

Winterlinge

Mit grosser Kraft wachsen die Winterlinge durch das Herbstlaub. Es ist wie immer ein Spektakel! Zuerst erblühen ganz zaghaft die ersten Leberblümlein und dann explodiert an den sonnigen, geschützten Stellen die ganze Pracht der Frühlingsblüher!

Im letzen Monat hab ich durch die Coronaquarantäne – auch ich hatte einen Impfdurchbruch – so viel gestrickt wie selten. Aber es waren meist noch Wintermodelle und Mützen. Einen Pullover möchte ich Euch dennoch zeigen. Er ist zu einem Liebling geworden. Gestrickt mit Como von Lamana, wie immer superweich und leicht.

Prilblumenzöpfe

 

POJEKT TRACHTENWESTE ABGESCHLOSSEN

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Eigentlich sollte sie ja ein Weihnachtsgeschenk werden. Das hab ich dann doch nicht ganz geschafft. Immer wieder unterschätze ich die Größe meines Mannes und überschätze meinen Zeitvorrat. Am 31. Dezember um 23:30 Uhr war sie dann endlich fertig! Gegen die Farbwahl meines Liebsten hab ich mich schon ein bißchen gewehrt, aber er muss sie ja anziehen. Also hab ich nachgegeben und das Grün mit dem Anthrazit akzeptiert. Als er dann noch mit Hirschhornknöpfen ankam, war ich schon ein bisschen erstaunt……

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Aber vor allem, weil es doch sehr kleidsam für ihn ist und gar nicht so bieder wirkt, wie ich anfangs dachte.

Die Muster sind ganz klassisch nach Lisl Fanderl. Sie hat immer gerne Flächenmuster mit Zugmaschenmustern kombiniert. Heute ist das völlig aus der Mode gekommen – zu Unrecht, wie ich finde! Die Flächenmuster in ihren Büchern sind anspruchsvoll zu stricken – es wird also nie langweilig – und die Struktur nur durch rechte und linke Maschen ist immer wieder eindrucksvoll.

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Die Wolle ist übrigens von Ferner aus dem Lungau, von Schafen, die dort grasen. Sie strickt sich sehr gut, allerdings neigt sie dazu, sich zu spalten. Sie ist wunderbar weich und ich hoffe, sie leiert nicht aus wie Merinogarne.

Wir sind jetzt beide sehr zufrieden mit dem Werk und er zieht die Weste sogar zum Radeln an. So soll es sein…..

DAS WEIHNACHTSZUCKERL FÜR TREUE LESER

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So viele Leser meines Blogs haben nach der Anleitung für den Schal mit den beidseitigen Zöpfen gefragt. Hier ist sie!

Genau die richtige Strickerei für die Feiertage! Nicht schwierig, ein wunderbares Garn, einen Tee und Weihnachtsplätzchen dazu, schöner geht´s kaum!

Frohe Weihnachten!

Anleitung

Material:

4 Knäuel Lamana Premia, 60% Mohair (Super Kid) 40% Seide, LL 300m / 25g,

4 Knäuel Lamana Modena, 70% Schurwolle (Merino Superfine) 30% Kaschmir,

LL 335m / 25g

Rundstricknadel 3,75mm

Zopfnadel

Stumpfe Sticknadel

Die Garne werden zweifädig verstrickt.

Grundmuster: 2 M rechts, 2 M links.

 

1.

114 M mit Rundstricknadel 3,5mm anschlagen und im Grundmuster 18 Reihen stricken. Die Anschlagsreihe gilt als erste Reihe.

2.

In der 19. Reihe wie folgt zopfen:

Randmasche, *16 M im Grundmuster stricken, 8 M auf die Zopfnadel heben und vor die Arbeit legen, 8 M stricken, die 8 M der Zopfnadel stricken*, **noch zweimal wiederholen, 16 M stricken, Randmasche. Rückreihe stricken wie die M erscheinen.

3.

18 Reihen stricken.

4.

In der 39. Reihe wie folgt zopfen: Randmasche, *8 M auf die Zopfnadel heben und hinter die Arbeit legen, 8 M stricken, die 8 M der Zopfnadel stricken, 16 M im Grundmuster stricken, *, **noch dreimal wiederholen. 8 M auf die Zopfnadel heben und hinter die Arbeit legen, 8 M stricken. Randmasche. Rückreihe stricken wie die M erscheinen.

5.

Diese 40 Reihen stets wiederholen.

6.

Nach ca. 195 cm das letzte Mal zopfen. 18 Reihen im Grundmuster stricken, abketten.

7.

Fäden vernähen.

© Angela Mayer Spannagel

Viel Freude beim Stricken!

WEICHE HANDSCHUHE FÜR DIE ERSTEN SCHNEEBÄLLE

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Zopfmuster mal anders! Anstatt die Maschen zu verkreuzen, werden sie hier einfach umwickelt. Dadurch ist das Muster um einiges flacher als beim klassischen Zopf. Und wer hat es erfunden? Die JapanerInnen natürlich. Sie setzen einfach immer noch eins drauf – in allen Techniken.

Als Wolle hab ich mir Cashmere Queen (45% Schurwolle (Merino medium), 35% Kaschmir, 20%Seide) von Schoppel ausgesucht. Ein wahrer Handschmeichler dieser Handschuh.

EIN FUCHS SCHLEICHT DURCH DEN GARTEN

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Endlich ist sie fertig, die von Amelie bestellte Fuchsjacke!

Das Garn „HanfWerk“ von Schoppel ist farblich so ähnlich wie der Sommerpelz des Fuchses. Amelie hat es gefallen, allerdings musste sie lange warten. Die Jacke war doch viel mehr Arbeit, als ich dachte. Das Muster – kraus rechts – verschlang viel Garn, ist mühsam und nicht sehr abwechslungsreich. Dennoch hat es die Oma geschafft!

Und Hauptsache das Enkelkind ist glücklich und zieht den neuen Pelz auch gerne an.

…AUF DEN FLUREN LASS DIE WINDE LOS…

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Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilkes Herbstgedicht fällt mir immer ein, wenn der erste Herbststurm die Blätter von den Bäumen schüttelt.

Zum Glück ist die Mütze fertig!

Sehr warm ist sie, da sie einen grossem Umschlag nach innen hat. Das Garn: Felted Tweed von Rowan – ein Klassiker aus Merino, Alpaca und Viskose.

 

WOLLE WOLLEN 4!

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Der Herbst ist da, die Temperaturen sinken, die Sehnsucht sich in Wolle zu hüllen steigt.

Genau rechtzeitig ist er fertig geworden, der Pullover aus der unbedingt gewollten Wolle. Mit den Raglanärmeln, dem aufknöpfbaren Rollkragen und den japanischen Zöpfen bin ich recht zufrieden.  Er trägt sich gut und wenn es ganz kalt wird, knöpfe ich den Rollkragen einfach zu.

Allerdings sind eineinhalb Knäuel übriggeblieben und jetzt stellt sich die große Frage, was ich daraus mache. Vielleicht ein Tuch! Dazu darf ich jetzt wieder auf die Suche gehen nach einer passenden Farbe, einem Beilaufgarn, einem Muster und die Vorfreude auf das nächste Projekt steigt kontinuierlich.

NEUE EINDRÜCKE, NEUE STRICKIDEEN

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Hohe Wasserfälle, tiefe Gumpen, türkises Wasser und sensationelle Steinformationen prägten unseren diesjährigen Schweizurlaub.

Da würde ich am liebsten in allen Grautönen, die zu haben sind, losstricken!

Dabei hatte ich nur ein Grau, aber ein ganz besonderes. Es wurden einfache Stulpen aus Como Grande von Lamana. Der dicke Bruder von Como (LL 120m/50g) ist genauso weich und für die Stulpen reicht ein Knäuel. Wunderbare Wolle, schön zu stricken und in drei Tagen waren meine Handwärmer fertig. Genau die richtige Entspannung abends am Lagerfeuer mit Blick auf den Wasserfall.

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Das Grau und das Türkis bleiben gespeichert und werden dann in der Winterzeit – vermutlich als Mütze – aus dem Hut gezaubert! Und so ein grauer Wellenpullover wäre auch eine Möglichkeit, oder ein grauer Schal mit weissen Einschlüssen………….oder, oder, oder…..